Sport Madrid

Madrid ist eine Sportstadt – in jeder Hinsicht

Sport ist in Madrid nicht nur Freizeit, sondern Identität. Zwei der weltweit bekanntesten Fußballvereine haben hier ihren Sitz, und die Rivalität zwischen ihnen prägt jedes Stadtgespräch im Frühjahr. Daneben ist Madrid aber auch eine Stadt, in der viele Menschen selbst aktiv sind: Jogger im Retiro, Radfahrer am Manzanares, Basketballfans, Paddeltennis-Spieler. Die Sportkultur ist breit aufgestellt.

Real Madrid und Atlético – die zwei Gesichter der Stadt

Real Madrid spielt im Santiago-Bernabéu-Stadion, kürzlich umfangreich renoviert und heute eines der modernsten Stadien der Welt. Wer ein Spiel live erleben will, sollte früh buchen, besonders bei Ligapartien gegen Barcelona oder Atlético. Tickets gibt es über die Vereinswebsite oder an der Stadionkasse, mit stark schwankenden Preisen je nach Gegner.
Atlético de Madrid spielt im Estadio Metropolitano im Osten der Stadt. Die Atmosphäre dort ist anders als im Bernabéu – lautstarker, intensiver, familiärer. Viele Madrilenen fühlen sich einem Verein mehr verbunden als dem anderen, und die Unterhaltungen darüber können stundenlang laufen. Ein Match-Besuch bei einem der beiden Vereine gehört für Fußballfans zum Pflichtprogramm.
Wer kein Ticket bekommt, kann zumindest das Bernabéu besichtigen: Stadiontour mit Umkleidekabine, Trophäenraum und Pressekonferenzraum. Ähnliches bietet Atlético an.

Andere Sportarten, die Madrid prägen

Basketball hat in Madrid eine starke Tradition. Real Madrid Baloncesto gehört zur europäischen Spitze, ebenso CB Estudiantes. Spiele finden im WiZink Center statt, einer modernen Arena für über 15.000 Zuschauer. Basketball-Tickets sind leichter zu bekommen als Fußballtickets und oft ein gutes Abend-Erlebnis.

Tennis hat mit dem Mutua Madrid Open im Mai ein ATP/WTA-Masters-1000-Turnier, das internationale Top-Spieler nach Madrid bringt. Der Stierkampf, Las Ventas, ist ein anderes Kapitel: Einerseits kultureller Ausdruck, andererseits umstritten und in vielen Regionen Spaniens inzwischen verboten. In Madrid findet er weiterhin statt, vor allem während der Feria de San Isidro im Mai.
Selbst aktiv werden – Laufen, Radfahren, Fitness
Der Retiro ist Madrids Laufpark Nummer eins. Morgens und abends laufen hier hunderte Menschen ihre Runden. Die Casa de Campo eignet sich für längere Strecken, der Madrid Río für Uferläufe entlang des Flusses. Die Stadt hat in den letzten Jahren viel in Radwege investiert; BiciMAD ist der städtische Leihradanbieter mit E-Bikes an hunderten Stationen.
Fitnessstudios gibt es in jeder Preisklasse. Altafit und Basic-Fit sind günstige Ketten, Virgin Active oder McFit Premium bieten umfangreichere Ausstattung. Tagestickets sind oft möglich, wenn Sie nur kurz in der Stadt sind. Hotelbuchungen enthalten häufig einen Deal mit einem nahegelegenen Studio.
Paddel, Golf, Schwimmen
Pádel ist in Spanien Volkssport. Es ist eine Mischung aus Tennis und Squash, wird auf kleineren Courts mit Glaswänden gespielt und lässt sich auch als Anfänger schnell lernen. Über Apps wie Playtomic finden Sie Courts in Ihrer Nähe und können stundenweise buchen – auch ohne Vereinsmitgliedschaft.
Madrid hat mehrere Golfplätze in der näheren Umgebung, darunter den Club de Campo Villa de Madrid, der auch für Gäste zugänglich ist. Öffentliche Schwimmbäder, vor allem im Sommer, sind eine günstige Alternative zur Hitzeflucht – das Piscina Canal de Isabel II oder die Bäder im Casa de Campo sind beliebt.

Großveranstaltungen

Der Madrid-Marathon findet jedes Frühjahr statt und zieht tausende Läufer an. Die Strecke führt durch die historische Innenstadt und endet im Retiro. Der Mapfre San Silvestre Vallecana am 31. Dezember ist ein kultiger Silvesterlauf über 10 Kilometer, bei dem viele verkleidet antreten. Wer selbst laufen will, sollte sich Monate im Voraus anmelden – die Plätze sind begrenzt.

Praktische Hinweise

Sportartikel finden Sie bei Decathlon (mehrere Filialen), El Corte Inglés Sports oder kleineren Fachgeschäften in Salamanca. Öffentliche Laufstrecken sind im Sommer tagsüber zu meiden – laufen Sie früh morgens oder nach 20 Uhr. Für Fußballspiele gilt: Kein Gepäck mitnehmen, Schlangen an den Eingängen einplanen und bargeldlos zahlen – die meisten Stadien sind cashless.